Firmengründung: Aller Anfang ist gar nicht so schwer




Eine eigene Firma gründen braucht Mut. Das höre ich als Selbständige oft. Und ja, das mag so sein – vor allem in der jetzigen Zeit. Wer den Mut und die Businessidee hat, sollte sich vor allem nicht durch die anfängliche Flut an Fragen und damit verbundenen Unsicherheiten entmutigen lassen. Denn als Gründerin und Allrounderin in Rechtsfragen wage ich zu behaupten: Vielleicht ist aller Anfang gar nicht so schwer? Gut beraten ist halb umgesetzt – deshalb ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen. 

 

Auf alle Fälle sind Gründerinnen und Gründer in guter Gesellschaft – über 40'000 Firmen werden jährlich in der Schweiz gegründet. Einige davon darf ich in der Startphase beraten. Hier gilt: mach es recht! Das heisst, die richtige Rechtsform wählen, Verträge aufsetzen oder wie war das noch gleich mit dem Datenschutz?


Hier ein kleiner Überblick, was es aus rechtlicher Sicht zu beachten gilt. 


Gründungsphase


Einer der wichtigsten Punkte ist die Wahl der Rechtsform (Einzelfirma, Kollektivgesellschaft, GmbH, AG oder Kommanditgesellschaft). Welche eignet sich am besten? Hier spielen unter anderem Aspekte der Haftung, Steuern, Branche oder Gründungskosten mit. Von diesem Entscheid hängen viele andere Fragen ab. Je nachdem braucht es einen Notar und der Handelsregistereintrag ist freiwillig oder obligatorisch.


Eine Übersicht der verschiedenen Formen findest du beispielsweise auf dem KMU-Portal des Bundes.  


Verträge


Um Streitpotenzial zu minimieren ist es wichtig, dass Verträge mit Partnern oder Vermietern der Geschäftsräume richtig aufgesetzt sind. Zudem besteht die Frage der allgemeinen Geschäftsbedingungen: braucht es diese und wenn ja, was muss darin festgehalten werden? Oder du musst erstmals einen Arbeitsvertrag für deine Mitarbeitenden erstellen. Je nach Branche gibt es Gesamtarbeitsverträge, die es einzuhalten gilt.


Versicherungen und Sozialversicherungen


Zu überlegen gibt es auch, welche Versicherungen du schon von Anfang an brauchst. Je nach Branche empfiehlt sich eine Haftpflichtversicherung. Bei Handelsgesellschaften beispielsweise sind Unfallversicherung und Pensionskasse obligatorisch. Wenn du krank wirst, wie bist du dann abgedeckt? Da stellt sich die Frage einer Krankentaggeldversicherung. Weiter musst du dich bei der Ausgleichskasse anmelden. Gerade als Einzelfirma oder Freelancer muss man zuerst als Selbständigerwerbende akzeptiert werden. Weitere Informationen findest du auch bei den kantonalen Ausgleichskassen.


Datenschutz


Arbeitest du mit persönlichen Daten? Als junges Unternehmen oder Start-up solltest du prüfen, ob deine Website der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU untersteht und ein Impressum beinhaltet.


Du befindest dich gerade in der Startphase deines Unternehmens? Gerne unterstütze ich dich in dieser herausfordernden Zeit. Du wirst sehen, wenn du es geschafft hast, bist du stolz – und das zu guter Recht!


Daniela Roth








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​​​​© 2020 jusit Rechtsberatung lic. iur. Daniela Roth

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